Montag, September 04, 2017

Rezension | Tanya Stewner "Der Sommer, in dem die Zeit stehen blieb"

320 Seiten | Einzelband | Jugendroman | 19.02.2015 | Fischer KJB Verlag | 14,99€ | Hier kaufen

Inhalt

Wenn Juli nachdenken will, zieht sie sich auf ihre Lichtung zurück. Doch eines Tages ist sie nicht alleine dort. Ein Junge steht vor ihr, plötzlich und unerwartet. Ein Junge wie von einem anderen Stern, so schön und so geheimnisvoll ist er. Ihrer beider Liebe könnte die Welt verändern. Doch darf diese Liebe überhaupt sein?

Erster Satz

"Ich finde mich ja manchmal selbst ein bisschen seltsam", sagte ich seufzend.

Meine Meinung

Juli ist manchmal gerne alleine und wenn das der Fall ist, verschwindet sie zu "ihrer" Lichtung, einer schönen Stelle im Wald, die sonst keiner kennt. Doch plötzlich steht ein gut aussehender Junge vor ihr, von dem sie den Blick nicht abwenden kann. Er verhält sich allerdings komisch, irgendwie spricht er anders und murmelt ständig etwas davon, dass er mit der Weltatmosphäre nicht zurecht kommt. Doch er kann Juli nicht erzählen, woher er kommt und Juli kann wie durch Zauberhand nicht über den geheimnisvollen Fremden sprechen.

Juli ist ein sehr intelligentes Mädchen, das gerne logische Erklärungen hinter allem sieht. Sie hat ihre beste Freundin, scheint nicht sonderlich beliebt zu sein, aber eben auch nicht beliebt. Eher fast wie unscheinbar. Mit Jungen hatte sie bisher auch eher gar keine Erfahrungen. Ihre Eltern streiten sich auch ständig und sind gar nicht wirklich für sie da, weswegen sie überhaupt erst die Lichtung als Rückzugsort sucht.
Juli war mir ganz sympathisch, sie ist ganz anders als ich selbst es bin, dennoch konnte ich mich irgendwie gut mit ihr identifizieren. 

Der Roman ist in der Ich-Form aus Julis Sicht verfasst worden und wunderschön geschrieben. Ich hatte regelmäßig Gänsehaut irgendwie und am Ende sind mir tatsächlich auch Tränen die Wange runter gelaufen.

Aber kommen wir erstmal zur Handlung, von der ich wirklich nicht zu viel erzählen kann! Es geht einfach um eine Liebe, die nicht sein darf, was gefühlt die ganze Welt auch zu verhindern weiß. Mehr sage ich nicht. Aber ganz am Ende, als alles aufgelöst wurde, fielen mir da auch die Tomaten von den Augen und ich habe zurückblickend so viele Hinweise darauf finden können, was und wer und wie und alles. Also das hat die Autorin sich wirklich sehr schön ausgedacht und sehr gut beschrieben. Ich fand es auch gut, dass erst mit der Zeit immer mehr von dem großen Geheimnis gelüftet wurde und bis zum letzten Ende Fragen offen blieben, so war es einfach perfekt passend.

Fazit

Du merkst vielleicht schon, dass ich ein wenig begeistert bin. Mich hat einfach die ganze Geschichte und vermeintlich logisch nachvollziehbare und wissenschaftlich erklärbare Lösung total umgehauen und mitgerissen. Dazu kamen da natürlich noch die super Charaktere und der schöne Schreibstil. Ein wunderschönes Jugendbuch, das ich jedem empfehlen kann!

Ausgezeichnet

Liebst, Lara

Kommentare :

  1. Liebe Lara,
    allein der Titel hört sich wunderschön an: "Der Sommer, in dem die Zeit stehen blieb". Wie poetisch klingt das denn bitte?!
    Ich mag es, wenn man erst nach und nach Geheimnisse gelüftet werden und man auch bis zum Ende nicht alles weiß - sehr wichtig, finde ich, denn sonst packt eine Geschichte mich nicht richtig.
    Vielen Dank für diese tolle Empfehlung - Projekt SuB verkleinern scheitert bei mir definitiv!
    Liebste Grüße,
    Miriam
    http://poesiegeklecker.blogspot.de/

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    1. Ja, der Titel ist schon klasse :) Ist ein super Buch! :)

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