Montag, September 11, 2017

Rezension | Anika Beer "Kieselsommer"

320 Seiten | Einzelband | Jugendroman/Liebe | 24.07.2017 | cbj Verlag | 14,99€ | Hier kaufen

Inhalt

Der beste Sommer überhaupt? Der erste Urlaub ohne Eltern! Tilda und ihre beste Freundin Ella können es kaum erwarten. Zwei Wochen gehört ihnen das Ferienhaus von Tildas Tante im Spreewald ganz allein. Mit Terrasse und eigenem Boot. Das wird der beste Sommer ihres Lebens! Doch dann fängt Ella ein Glühwürmchen und wünscht sich die große Liebe – und am nächsten Tag taucht Mats auf. Mats, der irgendwie ganz besonders ist. Ella glaubt an das Schicksal und dass Mats und sie füreinander bestimmt sind. Doch Tilda traut Mats nicht über den Weg und fühlt sich mehr und mehr wie das fünfte Rad am Wagen. Aber muss man seiner besten Freundin nicht alles Glück der Welt gönnen?

Erster Satz

Damals.

Meine Meinung

Die zwei besten Freundinnen Ella und Tilda fahren zum ersten Mal gemeinsam und alleine in den Urlaub, in ein kleines Ferienhäuschen direkt am Fluss. Alles ist genauso, wie sie es sich vorgestellt und gewünscht haben und dem perfekten Urlaub steht nichts mehr im Wege. Außer dass Ella sich nach einem Freund sehnt und wie das Schicksal es will, steht am nächsten Morgen Mats in der Tür. Während Ella glaubt, das Schicksal hätte ihn zu ihr geführt und sich Hals über Kopf verliebt, ist Tilda enttäuscht, den Urlaub nun als Anhängsel eines Pärchens verbringen zu müssen.

Unterschiedlicher können Tilda und Ella gar nicht sein. Tilda ist beinahe jungenhaft mit ihren kurzen Haaren, weiten Skaterhosen und der Liebe zum Skaten. Sie ist selbstbewusst, offen und sportlich, das genaue Gegenteil der ruhigen Ella, die beinahe ängstlich gegenüber allem ist, aber trotzdem romantisch-verträumt. Mir hat Tilda da viel mehr gefallen, auch wenn sie in vielen Situationen sehr impulsiv und auch falsch reagiert hat. Aber Ellas Art ist einfach nichts für mich, sie war so weinerlich und anstrengend. Mats mochte ich einfach generell und von Anfang an nicht. Ich fand ihn total unverschämt, nervig und dreist.

Der Roman ist in der Er-Sie-Form geschrieben und wenn ich mich nicht täusche aus wechselnder Sicht von Ella, Tilda und Mats. Der Schreibstil war ganz in Ordnung, ich habe nichts auszusetzen, ich mag nur diese Er-Sie-Form absolut nicht, es ließ sich trotzdem sehr schnell lesen.

Puuuh, gehen wir noch einmal genauer auf die Handlung ein. Es dreht sich viel um Liebe, verliebt sein und Eifersucht, generell war die Grundstimmung allerdings leider sehr angeschlagen und traurig. Ob es Tilda ist, die alleine zurück gelassen ist oder Ella, die an dem Schicksal zweifelt. Es gibt immer was zu betrauern und das macht dieses eigentlich doch so locker flockige Sommerbuch ziemlich schwer und zu etwas, das mir nicht wirklich gefallen hat. Außerdem geht es eigentlich die ganze Zeit nur um Ella und Mats. Der Leser erfährt gar nicht wirklich mehr über die Charaktere, außer dass die zwei ja so unsterblich verliebt sein. Ich hätte mir mehr Ausbau der Charaktere gewünscht und irgendwie mehr Handlung, als den ständigen Streit.

Fazit

Leider bin ich ziemlich enttäuscht. Es ist kein schreckliches Buch, aber es hätte definitiv mehr aus sich machen können. Die Handlung ist durch ihre Atmosphäre sehr bedrückend und runterziehend, sodass ich keinen Spaß empfinden konnte, es zu lesen.

Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!


Liebst, Lara

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