Dienstag, Juli 11, 2017

Rezension | Jana Frey "Regentropfenglück"

320 Seiten | Einzelband | Jugendroman | 29.07.2016 | Arena Verlag | 15,99€ | Hier kaufen

Inhalt

Was ist Liebe? Für Nisha bedeutet Liebe vor allem Gefahr. Was man liebt, kann man auch verlieren. Doch als sie im Bus den sechzehnjährigen Ben trifft, kann sie ihn nicht mehr vergessen. Ben mit den blättergrünen Augen, der für sie Spagetti im Regen kocht. Ben, der ihr mitten auf der Straße und einfach so ein Liebeslied vorsingt. Ben, der sie buchstäblich von den Füßen reißt. Nisha kann nicht anders, sie muss ihn zurücklieben. Und sie möchte ihm das Kostbarste vorstellen, was sie hat: ihre Familie. Doch kann Ben mit Nishas Version von unendlicher Liebe umgehen?

Erster Satz

Eigentlich war es ein typischer Fastherbsttag.

Meine Meinung

Als Ben Nisha im Schulbus entdeckt, ist er gleich von der neuen Schülerin fasziniert. Er versucht, ihr näher zu kommen, sie kennen zu lernen und Dinge mit ihr zu unternehmen, doch sie weist ihn immer wieder von sich. Von anderen Schülern bekommt der Junge nur gehört, Nisha sei seltsam, komisch oder verrückt, doch das ist ihm egal. Er erobert das schüchterne Mädchen und lernt langsam ihre Geheimnisse kennen.

Ben und Nishas Leben sind nicht gewöhnlich. Ben ist in Hawaii aufgewachsen und vermisst noch immer den ewigen Sonnenschein. Seine Eltern findet er nicht normal und er wünscht sich immer wieder, eine normale Familie zu haben. Er scheint nicht wirklich unbeliebt in der Schule zu sein, aber es wirkt so, als interessiere er sich auch nicht sonderlich dafür, viele Freundschaften zu schließen. Er ist ein absoluter Romantiker, auch wenn er das vielleicht nicht über sich selbst gesagt hat. Nisha hingegen liebt den Regen, ist schüchtern und zurückhaltend und spricht kaum. Sie gibt Ben - und dem Leser - gegenüber nicht viel über sich preis, weswegen es schwer fällt, sie gut einschätzen zu können.
Ich habe mich mit beiden Protagonisten sehr gut anfreunden können, obwohl beide ein wenig anders sind. Oder gerade deswegen. Obwohl Nisha sehr zurückhaltend ist mochte ich sie schnell sehr gerne, Ben ist vielleicht nicht mein Nr 1 Book Boyfriend, aber auch gegen ihn hatte ich absolut nichts.

Der Roman ist in der Er-/Sie-Form geschrieben, abwechselnd aus Nishas und Bens Sicht. Es gibt keine typischen Kapitel-Sprünge, auf dem das Kapitel in der Mitte der einen Seite zu Ende geht und das neue auf der nächsten anfängt. Es gibt, wie gesagt, die Sichtwechsel, die mitten auf der Seite geschehen, aber keine klare Unterbrechung bieten. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich mit der Er-/Sie-Form eigentlich nicht gut zurecht komme.

Ich muss zugeben, dass ich einen schwierigen Start in das Buch hatte. Irgendwie hat es mich einfach nicht ganz begeistern können und nach 80, 90 Seiten wollte ich schon fast aufgeben. Sowohl Nishas, als auch Bens Familie bergen einige (offene) Geheimnisse, die dem Leser erst nach und nach offenbart werden. Je Näher ich allerdings der Offenbarung von Nishas Geheimnis gekommen bin, desto emotionaler, spannender und mitreißender wurde es für mich. Ich hatte Gänsehaut, Tränen vor Trauer und vor Glück in den Augen und konnte nicht mehr aufhören zu lesen, bis ich schließlich die letzte Seite umgeblättert habe.

Fazit

Nach einem schwierigen Start konnte das Buch mich vollkommen für sich gewinnen. Es behandelt Themen, über die ich bisher nicht zu viel gelesen habe und verpackt diese in eine wunderschöne Geschichte, mit außergewöhnlichen Charakteren.

Ausgezeichnet

Liebst, Lara

2 Kommentare:

  1. Mich hat das Ende auch ziemlich gepackt, als es endlich um Nishas Familiengeheimnis ging, dass sich die Situation dann aber so krass entwickelt hat mich dann doch etwas geschockt O.o

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